Azoren ausführlich
Allgemeines

 
NEUN INSELN UND DIE WIEDERBEGEGNUNG MIT DER NATUR
Für Naturliebhaber sind die Azoren ein wahres Paradies - mit ihren fantasievoll geformten blauen Seen, die von Blumen gesäumt werden, mit den hohen Bergen, von denen sich aufregende Ausblicke auf das Land und das Meer eröffnen, mit üppig bewachsenen tiefen Kratern erloschener Vulkane, mit ihren unberührten Landschaften. Inmitten der friedlichen Idylle entdeckt man wieder, was Stille eigentlich bedeutet und genießt einen unvergeßlichen Urlaub.

JEDE INSEL EINE KLEINE FERIENWELT FÜR SICH
Jede der Azoreninseln, die fernab von Europa mitten im Atlantik liegen, ist ein buntes Kaleidoskop an Landschaften, Jahrhunderte alten Traditionen und Menschen, die im Einklang mit der Natur leben. Die größte Insel Sao Miguel ist berühmt für ihre grünen Landschaften, die Blumen, die wunderschönen großen Seen und die lebhafte Stadt Ponta Delgada. Direkt daneben liegt die Insel Santa Maria, zu deren Hauptsehenswürdigkeiten die steilen Weinterrassen in der Bucht von Sao Lourenco und die Kapelle von Anjos zählen, in der Kolumbus nach der Rückkehr von seiner Amerika-Entdeckungsreise betete.

Die Zentralgruppe der Azoren besteht aus fünf Inseln, die alle dicht beieinander liegen. Terceira lockt mit Angra do Heroismo, der ersten europäischen Inselstadt im Atlantik, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Bei Faial denkt man zuerst an das heitere Blau der Hortensien und den Jachthafen, in dem Segler aus aller Welt ihre farbenfrohen Gemälde hinterlassen haben. Gegenüber ragt der Pico aus dem Meer, dem die Insel mit den auf schwarzen Lavafeldern angelegten Weingärten und einer langen Walfangtradition ihren Namen zu verdanken hat. Das Landschaftsbild auf Sao Jorge ist geprägt von den unendlichen grünen Weiden und den kleinen Landzungen am Fuße steiler Küstenhänge, den sogenannten Fajas. Die kleine Insel Graciosa wiederum wartet auf mit einem geheimnisvollen See, der sich in den Tiefen einer Vulkanhöhle ausbreitet, und mit Weinbergen, auf denen Windmühlen stehen.
Flores ist ein schwimmender Garten mit zauberhaften Kraterseen. Die winzige Insel Corvo schließlich erwartet den Besucher mit einem großen, wunderschönen Vulkankegel. Bei einer Reise durch die Azoren glaubt man sich in den Garten Eden zurückversetzt, dem Mensch und Natur gemeinsam immerwährende Schönheit verliehen haben.

FÜNFHUNDERT JAHRE GESCHICHTE UND LEBENSART
Die Paläste, Kirchen und Festungen, die an die Zeiten erinnern, als die Azoren Zwischenstation für die mit Schätzen aus Übersee beladenen Schiffe waren, die farbenfrohen Volksfeste, die vielen traditionellen Gerichte, die nach Jahrhunderte alten Rezepten zubereitet werden, gehören zu den Dingen, die einen Urlaub auf den Azoren zu einem unvergeßlichen Erlebnis machen.

KUNST IN ALLEN REGENBOGENFARBEN
Grün und Blau sind die dominierenden Farben in der azoreanischen Landschaft. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch dieses Palette erweitert, indem er die Türen und Fenster mit Streifen in leuchtenden Farben umrahmte. Dazu kommen das Weiß der gekalkten Wände, das einen hübschen Kontrast zu den aus schwarzem Basaltgestein gemeißelten, barocken Verzierungen bildet, und das strahlende Gold, das die Innenräume der Kirchen schmückt.

EIN URLAUBSZIEL VOLLER URSPRÜNGLICHKEIT
Die nach überlieferten Mustern von Hand gewebten Decken, die zarten Blumen aus Fischschuppen und die durchscheinenden, aus Feigenmark geschnitzten Miniaturen sind nur ein paar Beispiele der unverfälschten Volkskunst, wie sie der Tourist auf allen Azoreninseln antrifft. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken: die lebendig erhaltene Volksmusik, nach deren getragenem Rhythmus getanzt wird, die Jahrhunderte alten Festem die Ausdruck einer tief verwurzelten Frömmigkeit sind, und die aromatischen Gerichte, bei deren Zubereitung frischer Fisch, zartes Fleisch und die köstliche Ananas eine große Rolle spielen. Ein Urlaub auf den Azoren ist immer etwas ganz Besonderes. Hier verleben Sie Tage, die angefüllt sind mit kleinen und großen Freuden…und Sie lernen, das Leben zu genießen.

AUFREGENDER AKTIVURLAUB MITTEN IM ATLANTIK
Aktivurlauber haben auf den Azoren die Qual der Wahl. Das riesige Angebot reicht von Segeln, Tauchen und Surfen über eindrucksvolle Touren zur Beobachtung der Wale und Delphine, die sich in den klaren Inselgewässern tummeln, bis hin zum Kampf mit riesigen Fischen beim Hochseeangeln, von entspannenden Wanderungen durch Täler und Gebirgen bei denen man die jodreiche Meeresluft und den Duft der Blumen einatmet, über eine anspruchsvolle Partie Golf bis hin zu einem Tennismatch.

VOM MEER AUS GESEHEN WIRKEN DIE INSELN NOCH SCHÖNER
Wer in Richtung Azoren segelt, bricht auf zur Endeckung grüner Inseln, die verstreut im blauen Ozean liegen, und genießt den Komfort der gastfreundlichen Marinas und Häfen. Im Sommer laden feine Sandstände und entzückende Naturschwimmbecken inmitten der Lavafelsen zum Sonnenbaden und Schwimmen im Meer ein. Die Wellen ziehen Surfer und Windsurfer an.
Das Meer ist voller Wunder und lockt zur Erkundung der wunderschönen Unterwasserwelt mit Höhlen und Felsen, zwischen denen sich bunte Fischschwärme tummeln, zur Beobachtung von Großwalen und graziösen Delphinen und zu einem aufregenden Hochseeangelabenteuer.

NEUN INSELN FÜR SPORTLICHE AKTIVE
Golfplätze auf Sao Miguel und Terceira, deren Fairways von Azaleen, Hortensien und japanischen Sicheltannen gesäumt werden, laden an 365 Tagen im Jahr zum Spiel auf dem stets grünen Rasen ein. Zur Ausstattung vieler Unterkünfte zählen Tennisplätze und Swimmingpools. Wer sich für die Schönheiten der Natur begeistert, kann Vögel beobachten und in den über 30 Natur-, Landschafts- und Forstschutzgebieten die ursprüngliche Vegetation der Inseln entdecken. Auf dem fruchtbaren Vulkanboden wächst und gedeiht alles, und die farbenprächtigen Blumen verströmen einen betörenden Duft. Die Abendteuerlustigen haben die Möglichkeit, ausgedehnte Lavatunnel zu erkunden, in erloschene Krater hinabzusteigen, Berge zu erklimmen oder mit dem Gleitschirm zu fliegen. Egal, ob Sie sich für sportliche oder geruhsame Ferien entschieden eines steht fest: auf den Azoren begegnen Sie auf Schritt und Tritt der ursprünglichen Natur.

GEOGRAPHIE
Die Azoren sind ein Archipel, der sich mitten im Atlantik zwischen Europa und Nordamerika auf der Höhe von Lissabon ausbreitet, genauer gesagt zwischen 39°43’ und 36°55’ nördlicher Breite. Die neun Inseln haben eine Gesamtfläche von 2.333 Quadratkilometer und eine ausschließliche Wirtschaftszone von 984.300 Quadratkilometer. Die Größe der einzelnen Inseln schwankt zwischen 747 Quadratkilometer (Sao Miguel) und 17 Quadratkilometer (Corvo). Der Vulkankegel Pico auf der gleichnamigen Insel ist mit 2.351m nicht nur die höchste Erhebung der Azoren, sondern ganz Portugals. Auf den Azoren leben mehr als 240.000 Einwohner.

GESCHICHTE
Die Portugiesen treten erstmals 1427 in Erscheinung, als die ersten Karavellen Santa Maria und Sao Miguel ansteuern; darauf folgt die allmähliche Besiedlung der neun Inseln. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelt sich der Archipel auf Grund seiner geographischen Lage zu einer wichtigen Zwischenstation für die Schiffe, die auf ihren Fahrten zwischen Europa, dem Orient und Lateinamerika den Altantik kreuzen. In dieser Zeit finden in den Gewässern um die Azoren entscheidende Seeschlachten statt, und die Inseln sind vielen Angriffen von Piraten ausgesetzt. Die folgenden Jahrhunderte sind gekennzeichnet durch den Anbau neuer Produkte und die Entwicklung und Förderung von Viehzucht und Fischerei. Heute sind die Azoren, die seit jeher zu Portugal gehört haben, eine Autonome Region mit eigener Regionalversammlung und -regierung.
 

Die Inseln der Ostgruppe

 
SAO MIGUEL
Die Insel hat viele Gesichter: das quirlige Leben einer Küstenstadt, die jeden Besucher mit offenen Armen empfängt gehört ebenso dazu wie die Stille der weiten Landschaften, in denen sich zwischen üppigem Grün und Blumen kleine Seen verstecken. Man kann die Kunstschätze in den geschichtsträchtigen Museen, Kirchen und Palästen bewundern oder aber Golfen, Tennis spielen, Wandern, Radtouren und Ausritte unternehmen oder in der Sonne am Meer entspannen. Sao Miguel ist ein Urlaubsparadies für alle, die an Kultur interessiert sind, sich gerne sportlich betätigen… oder einfach nur die Natur genießen möchten.

Kraterseen und vieles mehr…
Er sind zuallererst die vielen Kraterseen, die das Auge des Betrachters gefangen nehmen. Mal wirken sie in ihrer Farbenpracht und Leuchtkraft wie ein beschauliches Landschaftsaquarell der Romantik, mal führen sie uns auf dramatische Weise die Urgewalten der Natur vor Augen. Mitten im Tal von Furnas, einem üppig grünenden Garten im weiten Kessel eines Kraters, durch den heiße Bäche fließen, liegt der idyllische Park Terra Nostra, in dem exotische Spezies aus den Tropen neben Pflanzen aus kühleren Regionen wachsen. Der heiße Dampf, der aus den Erdlöchern aufsteigt, erinnert daran, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist. Eindrucksvoll sind auch ein Besuch der einzigen Ananas- und Teeplantagen in Europa, die immer wieder wechselnden Landschaftsbilder mit Weiden und friedlich grasenden, gefleckten Kühen, die dichten Wäldchen, die Blumenvielfalt und die vielen Aussichtspunkte.

Ponta Delgada eine Stadt voller Zauber
In der Stadt Ponta Delgada, die sich malerisch über einer weiten Bucht erhebt, schlägt das touristische Herz von Sao Miguel. In den geschichtsträchtigen Straßen reihen sich Museen und Baudenkmäler, Hotels, Restaurants und Geschäfte aneinander. Das abendliche Unterhaltungsangebot ist bunt und vielseitig.
Auf der anderen Seite der Insel liegt Ribeira Grande. Hinter der gotischen Fassade der Pfarrkirche verbirgt sich die Vitrine mit dem geheimnisvollen „Arcano“. Die Küstenorte Lagoa, Nordeste und Povoacao mit ihren weißen Häusern, die einen hübschen Kontrast zum blauen Meer bilden, gehören ebenso wie die erste Hauptstadt der Insel, Vila Franca do Campo, zum Pflichtprogramm eines jeden, der das geschichtliche Erbe der Insel kennen lernen möchte.

Aktivurlaub für jeden Geschmack
Ein Partie Gold inmitten von Blumen, Wanderungen, auf denen man Vögel, endemische Pflanzen und vulkanische Phänomene beobachten kann, ein Tauchgang in die fischreichen Unterwasserlandschaften aus Lavagestein, das Ankern in Marinas, in denen Jachten aus Europa und Amerika fest machen, die Beobachtung großer Wale und flinker Delphine, ein Sonnenbad an dunklen Sandstränden, Schwimmen im vom Golfstrom erwärmten Meer, ein Tanz mit den Wellen beim Surfen und Windsurfen, ein Tennismatch, eine Segelpartie, Hochseeangeln. All das sind verlockende Vorschläge, wie Sie erfüllte Urlaubstage auf Sao Miguel verbringen können.

Schöne Souvenirs und gastronomische Genüsse
Das Kunsthandwerk hat auf Sao Miguel eine Jahrhunderte alte Tradition. Besonders hübsche Erinnerungsstücke sind die blau bemalten Keramiken aus Lagoa, die malerischen Tonwaren aus Vila Franca do Campo, die zarten Stickereien und dekorativen Korbwaren. Wer könnte je den einzigartigen Geschmack des köstlichen Eintopfgerichtes „ Cozido das Furnas“ vergessen, das in heißen Erdlöchern zubereitet wird? Oder den frischen Fisch, die Meeresfrüchte, das zarte Fleisch, das einfach nur gegrillt oder nach alt überlieferten Rezepten zubereitet wird? Die Liste der kulinarischen Köstlichkeiten ließe sich schier unendlich lang fortsetzen: süß-aromatische Ananas, Süßspeisen aus der Klosterküche, Maracujalikör. Damit jede Mahlzeit unvergeßlich bleibt.

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SANTA MARIA
Die hübsche, von der Sonne verwöhnte Insel Santa Maria versteht es, den Besucher in ihren Bann zu ziehen: mit steilen Weinterrassen, die wie die Treppe eines Riesen aussehen, mit den schlanken, weißen Schornsteinen, die an die ersten Siedler aus dem Süden des portugiesischen Festlandes erinnern, mit der geschichtsträchtigen Stadt Vila do Porto und dem Ort Anjos, in dem Kolumbus auf der Rückkehr von seiner ersten Amerikafahrt landete.

Strände, Landschaften…und ein Traumhafter Urlaub
Tief eingeschnittene Buchten prägen des Landschaftsbild von Santa Maria, der Azoreninsel mit den schönsten Stränden…und den meisten Sonnenstunden. Die Brandung lockt Wellenreiter an, und Aktivurlauber können beim Hochseeangeln, Segeln, Windsurfen, Tauchen oder Gleitschirmfliegen ihren Adrenalinpegel erhöhen. Wer hingegen Ruhe und Entspannung sucht, erfreut sich an der malerischen Landschaft, dem Kontrast zwischen grünen Gipfeln und kahlen Ebenen, genießt die ländliche Idylle und macht erholsame Wanderungen, auf denen er immergrüne Farne, Reste der ursprünglichen Vegetation, und die halbrunde, stufenförmige ansteigende Bucht von Sao Lourenco, bewundern kann. Bei einer Inselrundfahrt, die durch Vila Porto, Santo Espirito, Anjos und Sao Pedro führt, entdeckt man Kirchen, Klöster und Festungen, die von vergangenen Zeiten erzählen. Währende der Tage auf Santa Maria findet man genügend Zeit, den frischen Fisch und die traditionell zubereiteten Gerichte und Süßspeisen zu probieren. Der Abschied fällt schwer genug, also nehmen Sie wenigstens ein kunsthandwerkliches Souvenir mit.
 

Die Inseln der Zentralgruppe

 
FAIAL
Auf der einen Seite Adrenalin pur beim Ringen mit einem kampflustigen Marlin, gesellige Stunden in der Bar, in der sich Segler aus aller Welt treffen und geheimnisvolle Vulkanhöhlen, die bunten Fischschwärmen als Versteck dienen. Auf der anderen Seite die weißen Häuser von Horta, grüne Hügel, malerisch rote Windmühlen. So aufregend kann Aktivurlaub auf Faial sein, und so romantisch die richtige Mischung aus Ruhe, ansteckender Fröhlichkeit und einem guten Schuß kosmopolitischem Flair.

Eine blaue Insel voller Grün
Faial ist ein Aquarell, auf dem zwei Farben dominieren. Das frische Grün der Wiesen und das dunklere Grün der japanischen Sicheltannen gehören ebenso dazu wie die vielen Blauschattierungen der viele Kilometer langen Hortensienhecken, die die Felder begrenzen und mit Himmel und Meer verschmelzen. Ein kräftiger dunkler Pinselstrich vervollständigt das paradiesisch anmutende Bild. Er symbolisiert den Capelinhos-Vulkan, auf dem selbst Jahrzehnte nach seinem Ausbruch noch keine Pflanzen wachsen. Die Insel ist eine permanente Aufforderung, durch idyllische Landschaften zu wandern, auf die Caldeira zu steigen, in der sich ein riesiger, moosgrüner Krater verbirgt, die je nach Licht ständig wechselnden Blicke auf den majestätischen Pico zu genießen und im Sommer angenehme Sonnenstunden an den dunkelsandigen Stränden zu verbringen.

Eine Stadt, die zum bleiben einlädt
Horta ist eine Stadt, die geprägt ist von Straßen mit gepflegten weißen Häusern, bunten Plätzen und Parks, den Türmen der Kirchen, in denen Kunstschätze aufbewahrt werden, Museen mit wertvollen Arbeiten aus Walzähnen und Feigenmark, von den dunklen Mauern einer alten Festung, die Piratenangriffe stand hielten und der anmutig geschwungenen Uferstraße. Eine liebenswürdige Stadt, die die Besucher mit offenen Armen empfängt und unverwechselbare Urlaubsfreuden verspricht.

Die bunteste Marina der Welt
Die Jachten, die hier anlegen, kommen aus allen Teilen der Welt, und ihre Besatzungen sind so fasziniert von Faial, dass sie Tage, Wochen oder sogar Monate auf der Insel bleiben. Man trifft sich im berühmten Café Peter, und vor der Abreise verewigt sich jeder Skipper mit einem Gemälde auf der Kaimauer, die sich inzwischen in eine bunte Galerie fantasievoller Kunstwerke verwandelt hat. Vom Jachthafen in Horta aus starten auch die Schiffe zur Beobachtung der großen Meeressäuger und eleganten Delphine, die in den Inselgewässern um Faial, Pico und Sao Jorge reichlich Nahrung finden. Faial als Mekka der Wassersportler bietet auch die Möglichkeit zum Hochseeangeln und zur Unterwasserbeobachtung. Glanzvoller Höhepunkt der Wassersportveranstaltungen ist die alljährlich im August stattfinden Woche des Meeres, ein fröhliches Stadtfest mit Segelregatten und Wettfahrten der Walfangboote.

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PICO
Überall auf der Insel begegnen wir Riesen. In Gestalt des Berges, der aus dem Meer aufsteigt und die Wolken berührt. In den Schilderungen der dramatischen Kämpfe zwischen zerbrechlichen Walfangbooten und mächtigen Pottwalen um den kostbaren Tran. In den Menschen, die unter Aufbietung all ihrer Kräfte das dunkle Lavagestein in Häuser, Weinberge und Ackerflächen verwandelten. Pico-Reisende betreten eine kleine Welt, die im Lauf der Jahrhunderte von Walfängern, Bauern und Fischern geschaffen wurde. Die Insel bietet kontrastreiche Urlaubserlebnisse: hier die nackten Felswände eines erloschenen Vulkans, da Feigen und Weinreben voller süßer Früchte, hier atemberaubende weite Ausblicke, dort gemütliche Dörfer, die hoch über dem Meer thronen.

Weiße und schwarze Häuser zwischen grünen Wäldchen
Die verstreuten Dörfer, die entlang der Küste versteckt zwischen Weinbergen und grüner Vegetation liegen, haben auf Pico ein ganz charakteristisches Erscheinungsbild. Die Häuser sind aus dunklen Lavaquadern erbaut, überall grünt und blüht es in Gärten und Blumentöpfen. In kleinen Häfen tanzen bunte Fischerboote auf dem Wasser. Auf einem Hügel über dem Meer steht eine bescheidenen Kapelle. In den Städten Lajes, Sao Roque und Madalena findet man interessante Zeugnisse ihrer Jahrhunderte alten Geschichte und Kunst. Calheta de Nesquim, Sao Joao, Sao Mateus, Ribeirinha und viele weitere Gemeinden erwarten den Besucher mit sehenswerten Kirchen, malerischen Straßen, die am Meer enden und versteckten Winkeln, wo Weinfelder direkt an die Häuser grenzen.

Walfänger und Pottwale
Bis ins späte 19. Jahrhundert kamen amerikanische Walfänger nach Pico, um den Pottwal zu jagen und Harpuniere anzuheuern. Danach gingen die Inselbewohner mit schlanken Ruderbooten selbst auf Walfang. Der Kampf zwischen Mensch und Meeresriesen endete nicht selten in einer Tragödie. Heute macht man sich auf Pico die Walfangtradition auf friedliche Weise zu Nutze. Zwei Museen erzählen die Geschichte des Walfangs und präsentieren filigrane Schnitzereien und Gravuren, die Seeleute aus Walzähnen und Knochen gefertigt haben. Die Insel zählt heute zu den weltweit besten Walbeobachtungsgebieten und bietet neben Ausfahrten von einigen Stunden auch mehrtägige Touren an, die sich wissenschaftlich mit der ökologischen Bedeutung der Großwale beschäftigen.

Weinberge auf der Liste der Weltkulturgüter
Zuerst brachen die Menschen den harten Lavaboden auf. Dann schichteten sie die Steine zu Mauern auf und pflanzten einzelne Weinstöcke auf die winzigen Parzellen fruchtbaren Bodens. So entstanden in Jahrhunderte langer, herkulischer Arbeit die Weinberge auf Pico, eine einzigartige Kulturlandschaft, die von der UNESO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Wer die Weinberge von Pico besichtigt, betritt ein Labyrinth aus schwarzen Mauern, aus denen die grünen Weinreben hervorlugen. Auf dem Lavaboden erkennt man die Spurrillen der Ochsenkarren, mit denen die Trauben einst in die Weinkeller an der Küste transportiert wurden. Schlagen Sie ein Kapital der Geschichte auf, das von der Beharrlichkeit bescheidener Inselbewohner erzählt.

Die Erkundung der Berginsel
Pico ist ein Paradies für Naturliebhaber. Sie können wunderschöne Wanderungen entlang der Küste über sanfte Berghänge und das weite, üppige grüne Hochland mit kleinen Vulkankegeln unternehmen beim Aufstieg auf den Pico (2.351m) ihr bergsteigerisches Können unter Beweis stellen oder in ausgedehnten Lavatunneln in die Tiefe der Erde vordringen, Vögel beobachten, die ursprüngliche Pflanzenwelt entdecken und weite Ausblicke auf das Meer und die nahen Inseln Faial, Sao Jorge und Graciosa genießen.

Wein und Spitzen als Souvenirs
Der Verdelho – Wein aus Pico, der einst Könige und selbst Zaren erfreute, wird auch heute noch produziert. Was könnte sich besser als Erinnerung an den traumhaften Urlaub auf Pico eignen als ein, zwei Flaschen dieses Weines? Weitere hübsche Andenken sind die Miniaturnachbildungen von Booten und landwirtschaftlichem Gerät, Arbeiten aus Walknochen und zarte, von geschickten Frauenhänden gefertigte Spitzen.

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SAO JORGE
Berge und Täler, die über und über vom Grün in allen Schattierungen überzogen sind, ständig wechselnde Ansichten der Insel Pico mit ihrem majestätischen Berg, fast senkrecht ins Meer abfallende Steilküsten, weite Landschaften, in denen man nicht hört außer Vogelgezwitscher und den Schrei des Milan das Sao Jorge, eine Insel, die wie ein riesiges Schiff aus Stein im blauen Meer ankert und das perfekte Reiseziel für naturverbundenen Ferien.

Die ideale Insel für Wanderer und Naturfreunde
Ein Wanderpfad schlängelt sich zwischen Weiden und Wäldern hindurch bis auf die Höhen der Serra do Topo, ein anderer führt hinab zur Faja de Santo Cristo, ein Stückchen Land am Fuße der schroffen Felsküste mit einem kleinen See direkt am Meer. Die vielen schönen Wanderungen auf Sao Jorge führen über Wege, die noch heute von den Bauern benutzt werden, die die „Fajas“ bewirtschaften und das Milchvieh versorgen, das auf den saftig grünen Hängen weidet. Die blumengeschmückten Ortschaften von Sao Jorge, die auf der Hochebene oder unten am Meer liegen, gleichen weißen Farbtupfern inmitten der idyllischen Landschaft. In kleinen, verstreuten Fabriken kann man sehen, wie aus der rahmigen Milch die großen Käse entstehen, für die die Insel so berühmt ist und die einen hervorragenden Auftakt zu jeder Mahlzeit bilden.
Sao Jorge lädt Sie ein zu einer Endeckungsreise. Erkunden Sie zauberhafte Landschaften und die Natur in ihrem Urzustand, bewundern Sie die Wolldecken, die nach überlieferten Mustern auf alten Holzwebstühlen gefertigt werden, entdecken Sie den Turm einer Kirche, die unter der Lava vergangener Vulkanausbrüche begraben liegt. Am Ende des Aufenthalts wünscht man sich nur noch, irgendwann einmal wiederzukehren und erneut in die Stille einzutauchen.

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TERCEIRA
Terceira bietet dem Urlauber eine bunte Folge verschiedenster Formen, Farben und Düfte. Im Hafen gingen einst die Schiffe vor Anker, die mit Gewürzen aus dem Orient und Gold und Silber aus Lateinamerika reich beladen waren. In den geradlinigen Straßen hat sich die Atmosphäre des 16. und 17. Jahrhunderts bewahrt. Auf den flachen grünen Weiden zeichnen sich die weißen Silhouette der Milchkühe ab. Zwischen weißen Häusern leuchten die farbenfroh bemalten „Imperios“ hervor. Stets begleitet von Gelächter und wilden Sprüngen stellen junge Männer beim Stierkampf am Strick ihr Geschick unter Beweis. Golfer genießen die entspannende Ruhe bei einer Partie Golf zwischen japanischen Sicheltannen. Auf Terceira verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart zu einem perfekten Urlaubserlebnis, das keine Wünsche offen läßt.

Angra do Heroismo, Weltkulturerbe
Als erste Stadt, die die Europäer im 16. Jahrhundert mitten im Atlantik errichteten, wurde Angra do Heroismo in die Liste des Welterbes aufgenommen. Zu Recht, wie man an den Straßen sieht, deren Architektur von längst vergangenen Zeiten erzählt, an den Kirchen, Palästen, Museen und den mächtigen Festungsmauern, die die Stadt und den Hafen gegen Piratenangriffe verteidigten. Nachdem man sich ausgiebig den vielen Sehenswürdigkeiten in Angra do Heroismo gewidmet hat, sollte man die Altstadt von Praia da Vitoria besichtigen, die Herrenhäuser, Kirchen und Kapellen in Sao Carlos, Fontinha, Sao Bras und Lajes und natürlich die „Imperios“ (Heilig-Geist-Kapellen) anschauen, die wahre Meisterwerke der volkstümlichen Baukunst darstellen.

Wandern, entdecken… und Golf spielen
Terceira hat nicht nur Baudenkmäler und Geschichte zu bieten, sondern auch grüne Landschaften, in denen man gerne spazieren geht, Gebirge, die weite Ausblicke auf blühende Felder, das Meer und den Himmel bieten, den interessanten Vulkankrater Guilherme Moniz, dessen Durchmesser 15 km beträgt und die Höhle Algar do Carvao mit märchenhaften Stalagtiten und Stalagmiten aus Lavagestein. Der von Blumen gesäumte Golfplatz ist eine echte Herausforderung für jeden Spieler. Zwei Jachthäfen locken Transatlantiksegler an, die der Insel ein kosmopolitisches Gepräge geben. Das fischreiche Meer ist ein Paradies für Angler. Auch zum Tauchen, Surfen, Windsurfen und Segeln eignet sich die Insel. Und wer gerne schwimmt, kann dies auf Terceira in den Naturschwimmbecken tun, die das Meer aus dem Lavagestein geformt hat.

Eine Insel, auf der es immer etwas zu feiern gibt
Während der Monate Mai bis September kommt Terceira gar nicht mehr aus der Feierlaune heraus: ein farbenfrohes Fest folgt auf das andere und läßt Jahrhunderte alte Bräuche wieder aufleben. Den Auftakt bildet das in alle Ortschaften begangene Heilig-Geist-Fest mit der Krönung des „Kaisers“ und der anschließenden Armenspeisung, bei der ausgiebig gegessen und getrunken wird. Dann kommt das Johannisfest, zu dem ein interessanter Festzug mit volkskundlichem Schwerpunkt gehört. Und der Stierkampf am Strick lockt unzählige begeisterte Zuschauer an, die an dem Spektakel großen Spaß haben. Zu einem Fest gehört auch immer gutes Essen. Die traditionelle Küche ist berühmt für ihr mit vielen exotischen Gewürzen verfeinertes Ochsenschwanzragout, die Blutwurst und Tintenfischgerichte. Die Auswahl an leckeren Süßspeisen ist riesengroß, und natürlich darf bei keiner Mahlzeit der Wein aus Biscoitos fehlen, dessen lange Geschichte in einem originellen Museum erzählt wird.

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GRACIOSA
Ruhig und friedlich verläuft das vom Wechsel der Jahreszeiten bestimmte Leben auf der abgeschiedenen Insel Graciosa, die von Wellen mit weißen Schaumkronen umspült wird. In ihrem Innern verbirgt sich eine gewaltige Höhle. Schwarze Steinmauern umgeben de Weinfelder. Vor dem blauen Himmel zeichnen sich die Silhouetten der weißen Windmühlen ab. Hier bedeutet jeder Urlaubstag Erholung und Ruhe.

Von ummauerten Weinfeldern und einem Kunstschatz
Auf einer Rundfahrt über die Insel gibt es viel zu entdecken: grüne Weinreben, die von schachbrettartig angelegten Lavasteinhecken eingefaßt werden; sanft abgerundete Berge, die herrliche Ausblicke bieten; den üppig bewachsenen Krater eine erloschenen Vulkans, durch den man in die „Schwefelhöhle“ mit ihrem geheimnisvollen unterirdischen See gelangt; die Küste mit traumhaften Buchten und kleinen vorgelagerten Inselchen. Viele der weiß gekalkten Häuser in den Straßen von Santa Gruz sind bereits ein- bis zweihundert Jahre alt, und die Tafelbilder in der Pfarrkirche zählen zu den Schätzen portugiesischer Malerei des 16. Jahrhunderts. Wo Weinreben wachsen gibt es auch Wein… und die Roten oder Weißen aus Graciosa dürfen bei keiner Mahlzeit fehlen. Sie sind der ideale Begleiter zu den einheimischen Spezialitäten aus frischem Fisch, Meeresfrüchten oder Fleisch. Und womit könnte man ein Essen besser beenden als mit einer traditionellen Süßspeise und einem Glas des in alten Kupferbehältern destillierten Branntweines?
Das Ferienleben auf Graciosa ist einfach, erholsam und ruhig. Bei der Abreise hat man das Gefühl, eine Welt hinter sich zu lassen, in der die Zeit stehen geblieben ist.
 

Die Inseln der Westgruppe

 
FLORES
Flores verkörpert den Inbegriff von Natur in ihrer ursprünglichen Pracht. Sie begegnet uns auf Schritt und Tritt: in den Bergen und Hügeln, die senkrecht zur Küsten hin abfallen, in den glitzernden Wasserspiegeln der sieben Kraterseen, die wie blaue Edelsteine in der grünen Landschaft liegen, in den rauschenden Wasserfällen, die sich über Steilhänge ins Meer ergießen. Und nicht zuletzt in den vielen Blumen, die die ganze Insel mit ihrer Farbenpracht übersäen.

Erholsamer Urlaub inmitten von Blumen
Die traumhaften Landschaften von Flores laden ein zu entspannten Spaziergängen entlang der blauen Hortensienhecken, die sich über die gesamte Insel ziehen. Dabei gibt es viel Sehenswertes zu entdecken. Angefangen bei den kristallklaren Seen in der Tiefe üppig grüner Vulkankrater über die Gesteinsformation Rocha dos Bordoes aus riesigen Basaltprismen bis hin zu den herrlichen Aussichtspunkten über Land und Meer, den singenden Vögeln und der abwechslungsreichen Flora.
Auch ein Tauchgang im fischreichen Meer inmitten vielfarbig schimmernder Felsen, das Angeln von Flussforellen und das Schwimmen in Naturschwimmbecken, die das Meer aus dem Lavagestein herausgewaschen hat, sind eine Bereicherung für Ihren Urlaub und sorgen ebenso für Abwechslung wie ein Besuch in Santa Gruz und Lajes, das auf eine Siedlung aus dem 15. Jahrhundert zurückgeht, und in malerischen Dörfern wie Fajazinha, Fazenda das Lajes und anderen, die in tiefen Tälern liegen oder hoch oben auf der Steilküste thronen.
Ob Aktiv- oder Erholungsurlaub eines sind Ihre Ferien auf Flores ganz bestimmt: erholsam. Denn hier finden Si den Weg zurück zur Natur.

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CORVO
Weiße Häuser auf einem Steilhand über dem Meer, blaue Seen in der Tiefe eines rieseigen Kraters, grüne Landschaft, soweit das Auge reicht, eine Bevölkerung, die es verstanden hat, Jahrhunderte alte Traditionen zu bewahren, so läßt sich Corvo, ein winziges Eiland mitten im Ozean, beschreiben. Lernen Sie eine wegen ihrer Abgeschiedenheit fast vergessene Welt kennen, die Sie nie mehr vergessen werden.

Eine Insel der Beschaulichkeit
Ein paar Stunden genügen, um Corvo kennen zu lernen. Beim Schlendern durch die wenigen Ortsstraßen fallen die bunten Fenstereinrahmungen der Häuser auf. Besichtigen Sie die schlichte Kirche mit einer kostbaren flämischen Heiligenstatue aus dem 16. Jahrhundert. Der Aufstieg auf den Monte Gordo wird belohnt mit einem Blick in den Krater und die darin liegenden Seen mit Inselchen. Die Blicke auf das Meer und die Nachbarinsel Flores sind überwältigend. Wer sich jedoch näher mit dem Leben der Bevölkerung vertraut machen möchte, sollte mindestens zwei, drei Tage oder auch länger auf der Insel bleiben. Erleben Sie die herzliche Gastfreundschaft. Begleiten Sie den Müller zu den Windmühlen mit ihren weißen Segeln. Beobachten Sie die Fischerboote, die bei Morgengrauen auf Meer hinausfahren und die Bauern, die ruhig und gelassen ihrer Arbeit auf dem Feld und Weide nachgehen. Wer das einfache Leben in der kleinen Gemeinde kennen gelernt hat, wird eine unvergeßliche Erfahrung mit nach Hause nehmen.

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